Jeden Tag bricht ein Papier-Tsunami über die deutschen Verbraucher herein in Form von Prospekten und Handzetteln. Nicht nur in den Briefkästen finden wir einen Berg an Papierwerbung, sondern auch in den Supermärkten finden wir ein Überfluss an ausgelegten Werbezetteln und an fast jeder öffentlich gut besuchten Ecke stecken uns Promotionteams Flyer zu. Diese Form der Werbung ist im deutschen Handel immer noch ein beliebtes Marketinginstrument. Doch wie wird die Werbung effektiv und gewinnbringend? Lohnt sich die Investition in Printwerbung in der digitalen Welt überhaupt noch?
Eine nicht ganz uninteressante Frage, wenn man bedenkt, dass 53% des Werbebudgets in Deutschland in Prospekte und Magazine fließt. Doch wie lange rentiert sich diese Form der Werbung noch? Laut Robert Schmandt werden die Möbelhäuser in Zukunft Schwierigkeiten bekommen, die Werbung an den Konsumenten zu bringen, da die Verteilungsmöglichkeiten der Prospekte weg brechen. Tageszeitungen haben schon jetzt einen Rückgang in der Auflage und das Nutzungsverhalten ändert sich. Die Reichweite von Prospektwerbung beträgt laut Robert Schmandt jetzt 30-40% und wird weiterhin abnehmen.
Den Rückgang der Printwerbung und der Trend hin zur IT Werbung bestätigt auch Franz Blust. „Wer sich dem Trend der IT Werbung entzieht und weiter auf Prospekte setzt, hat ein Problem“. Die Printwerbung sorgt nur noch für ein Grundrauschen. Strategisch voran bringen kann sie ein Unternehmen jedoch nicht. Die einzige Form in der die Printwerbung eine langfristige Zukunft hat, ist die individualisierte und regionalisierte Form, verrät Holger Wittig in einem Interview. Laut ihm muss Werbung nicht nur Preise und Rabatte kennen, sondern vor allem die Möbel, Emotionen und Personen in den Mittelpunkt stellen. Um dies zu erreichen muss sich der Möbelhändler wirklich mit seinen Kunden beschäftigen. Doch den richtigen Mix aus Online- und Printwerbung hat der Möbelhandel noch nicht gefunden.
Die drei Kernelemente der zukünftigen Werbung sollte folglich:
1: Personalisierte und regionalisierte Printewerbung sein,
2: Nicht den Fokus auf Rabatte und Preise setzen, sondern auf die Möbel, Emotionen und die Person,
3: Regionales Online-Marketing sollte weiter ausgebaut werden mit einer ansprechenden Website und ortsabhängigen Google-Adwords
Drei kleine Tricks – Ein großer Erfolg!
